Handball-Oberliga: Am Sonntag trafen die Frauen 1 der HSG Bargau-Bettringen in der Frauen-Oberliga Staffel 2 auf den TSV Köngen. Eine überragende Abwehrleistung und eine famos aufspielende Anja Schwenk waren die Schlüssel zum 26:33 (9:16)-Auswärtserfolg.
Die Gastgeberinnen des TSV Köngen hatten sich viel vorgenommen für das erste Heimspiel im neuen Jahr. In der Woche zuvor hatte man sich von der Trainerin getrennt und der neue Interimstrainer Armin Dobler sollte den Umschwung in einer bislang enttäuschend verlaufenen Saison einleiten. Die Rechnung ging jedoch nicht auf. Die Frauen der HSG Bargau-Bettringen zeigten dem Team aus dem Landkreis Esslingen deutlich die Grenzen auf.
Das Spiel war zunächst ausgeglichen. Bis zum 4:4 in der 10. Minute war das Spiel durch die starken Abwehrreihen geprägt und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Tore fielen bis dahin fast ausschließlich durch 7-Meter. Mit dem 5:4-Führungstreffer durch Anja Schwenk kam das Angriffsspiel der Roten Löwinnen dann ins Rollen und war bis zum Schlusspfiff nicht mehr aufzuhalten. Mit einem zwischenzeitlichen 8:1-Tore-Lauf konnten sich die Gäste bis zur 20. Minute auf 5:12 absetzen. Immer wieder liefen sich die Frauen des TSV Köngen an der 5:1-Abwehr der HSG Bargau-Bettringen fest und kamen kaum mehr zu herausgespielten Torabschlüssen. Zur Halbzeitpause stand eine deutliche 9:16-Führung für die Roten Löwinnen auf der Anzeigetafel.
Der Trainer des TSV Köngen stellte in der Halbzeitpause die Abwehr um und nahm mit Anja Schwenk und Mailin Fuchs gleich zwei Spielerinnen in Manndeckung, um das schnelle Angriffsspiel der Roten Löwinnen zu unterbinden. Zunächst zeigten sich die Gmünder Vorstädterinnen durch diese Maßnahme beeindruckt und die Köngenerinnen konnten den Rückstand verkürzen. Doch auch hier fand die HSG schnell die richtige Antwort. Vor allem Finnja Fuchs zeigte in dieser Phase ihre große Klasse im 1:1-Spiel und nutzte die entstandenen Lücken im Abwehrverbund der Heimmannschaft mit drei Toren. „Das war eine heikle Phase nach der Halbzeitpause und das Spiel hätte noch einmal kippen können“, so HSG-Trainer Klaus Schwenk. „Die Mannschaft hat die schwierige Situation aber herausragend gelöst und ihre Antwort auf die doppelte Manndeckung gegeben.“ Nun war der Widerstand endgültig gebrochen und die Roten Löwinnen konnten ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich 11 Tore (22:33) ausbauen. Nahezu alle Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. Zum Schluss konnte die Heimmannschaft noch Ergebniskosmetik betreiben und mit vier Toren am Ende der Partie den 26:33-Endstand herstellen.
Die Schlüssel für den deutlichen Auswärtserfolg waren eine beeindruckende Abwehrarbeit und eine furios aufspielende Anja Schwenk. Als Organisatorin des starken Abwehrverbunds und als 16-fache Torschützin gab sie ihre Wahlempfehlung für die Wahl zu Gmünds Sportlerin des Jahres am kommenden Wochenende in beeindruckender Art und Weise ab.
Trainer Klaus Schwenk war dann auch nach dem Spiel entsprechend zufrieden. „Jede Mannschaft tut sich gegen unsere schnelle und aggressive 5:1-Abwehr unheimlich schwer. Die Mädels haben heute kaum Lücken zugelassen. Ich muss meiner Mannschaft heute ein riesengroßes Kompliment machen“, so Klaus Schwenk.
Am kommenden Wochenende sind die Roten Löwinnen zunächst spielfrei, bevor es dann am 25.01. um 18 Uhr in der Bettringer Uhlandhalle zum Derby gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim kommt.
Es spielten: Laura Waldenmaier, Lucy Linder – Anja Schwenk (16/5), Maya Hartmann (4), Finnja Fuchs (3), Melina Wamsler (3), Lilli Riek (2), Linda Barthle (1), Laura Emele (1), Jana Dammenmiller (1), Jule Stütz (1), Mailin Fuchs (1), Annika Krieg